Europäische Zusammenarbeit

Eine zunehmende Wertschätzung erfahren nachwachsende Rohstoffe und ihre Anwendungen nicht nur innerhalb Deutschlands, sondern praktisch weltweit. Dies bedeutet eine große Chance für nachhaltige Produkte und Technologien - wenn denn die vielfältigen Anstrengungen in diesem Bereich koordiniert werden, um Doppelungen zu vermeiden und Multiplikator- und Synergieeffekte zu nutzen. 

Die Fachagentur ist bestrebt, einen Beitrag zu dieser notwendigen Koordinierung zu leisten und legt daher bereits seit Jahren großen Wert auf eine aktive Beteiligung an transnationalen Aktivitäten.

Einen Überblick über unsere aktuellen sowie eine Auswahl früherer EU-Projekte bieten die nachfolgenden Artikel. 

Über diese europäischen Aktivitäten hinaus engagiert sich die FNR auch in zwei IEA-Abkommen und im Netzwerk ERRMA.

Hinweis: Wir befinden uns gerade in der Vorbereitung neuer internationaler Vorhaben. Bei Fragen bezüglich Kooperationsmöglichkeiten wenden Sie sich bitte an Herrn v. Bothmer.

Aktuelles

Pressemitteilung der FNR

zu den geförderten Projekten im Rahmen von WoodWisdom-Net.

Aktuelle Projekte

Europäische Technologieplattform für Biokraftstoffe

Die branchengeführte "Biokraftstoff-Technologieplattform" bildet einen Baustein der EU-Strategie für Biokraftstoffe, die im Februar 2006 von der Europäischen Kommission vorgelegt wurde. Sie soll die Empfehlungen für Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte für die nächsten Jahrzehnte abgeben. Ziel ist es, eine gemeinsame europäische Strategie für die Erzeugung und Verwendung von Biokraftstoffen, vor allem im Verkehrssektor, anzubieten und zu verwirklichen. Vertreten sind die in diesem Bereich wichtigen europäischen Akteure, unter anderem aus der Land- und Forstwirtschaft, der Biokraftstoffindustrie sowie Mineralölgesellschaften und Tankstellennetze, Automobilhersteller und Forschungsinstitute.

Von Oktober 2006 bis März 2009 betreute die FNR gemeinsam mit der schwedischen Energieagentur (STEM) und dem britischen Informationsdienstleister CPL das Sekretariat der Technologieplattform. Aufgabenschwerpunkt des Sekretariats ist die Unterstützung der Arbeit der TP durch Organisation, Vor- und Nachbereitung von Arbeitstreffen und Tagungen, Aufbereitung von Dokumenten, Bereitstellung und Pflege eines "virtuellen" Büros sowie Gestaltung eines Internetauftritts www.biofuelstp.eu.

Seit 1. April 2009 wird die Arbeit des Sekretariats unter einem neuen Vertrag mit Laufzeit bis 2012 weitergeführt. Die Leitung des Sekretariats obliegt der FNR, mit Unterstützung durch CPL.

Ansprechpartner bei der FNR:  Mona-Maria Brinker

ERA-NET Bioenergy

ERA-Nets (European Research Area Networks, d.h. Netzwerke des europäischen Forschungsraumes) zielen darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen nationalen Forschungsförderungsprogrammen effektiver und effizienter zu gestalten und Grundlagen für ein multinationales Arbeitsprogramm zu schaffen.

ERA-NET Bioenergy arbeitet daran, europäische Forschung und ihre Koordinierung im Bereich der Energieproduktion aus Biomasse zu verbessern. Gründungsmitglieder von ERA-Net Bioenergy sind Deutschland, Finnland, Großbritannien, Niederlande, Österreich und Schweden - also diejenigen Staaten, aus denen innerhalb der EU ein Großteil der Fördermittel für Forschung und Entwicklung zu Bioenergie kommt (z.B. im Jahr 2001 ca. 80% von insgesamt 220 Mio €). Seit 2006 sind auch Dänemark und Frankreich sowie seit Ende 2008 Irland und Polen an ERA-NET Bioenergy beteiligt. Somit verbindet das Netzwerk mittlerweile zehn europäische Staaten.

Zu den Instrumenten des ERA-Nets gehören z.B. ein regelmäßiger, systematisierter Informationensaustausch zu Forschungsprioritäten und Managementpraktiken, die Entwicklung von Grundsätzen guter fachlicher Praxis, Organisation und Durchführung von Netzwerkveranstaltungen, gemeinsame Evaluierung von Projekten und Förderung länderübergreifender Forschung über Gemeinsame Aufrufe.

Bisher wurden fünf Gemeinsame Aufrufe gestartet. Der erste (Veröffentlichung 2006) richtete sich an Forscherkonsortien mit dem Schwerpunkt "Kleinfeuerungsanlagen". Thema des zweiten Aufrufes (2007) war die Reinigung/Aufbereitung von Produktgas aus Biomassevergasung.

Der dritte Aufruf (2008) behandelt das Thema Kurzumtriebsplantagen; der vierte Aufruf (2009) die "Saubere Verbrennung von Biomasse" und der fünfte - veröffentlicht 2010 und erstmals zusammen mit einem weiteren ERA-Net, dem WoodWisdom-Net 2 - das Thema "Nachhaltige Waldbewirtschaftung und optimierte Nutzung lignocellulosehaltiger Ressourcen" mit den drei Unterthemen "Wälder für die vielfältigen Bedürfnisse der Gesellschaft", "Fortschrittliche Holz- und Fasertechnologien und -produkte" und "Fortschrittliche Biokraftstoffe und Bioraffinerien".

Die Anträge wurden in jedem Aufruf von einer internationalen Expertenjury bewertet.

ERA-NET Bioenergy begann im Oktober 2004. Das ursprünglich auf November 2008 festgesetzte Projektende wurde auf Dezember 2010 verschoben, um eine umfassende Bewertung vorangegangener Aktivitäten sowie die Durchführung weiterer gemeinsamer Arbeiten zu ermöglichen. Im Zuge dieser Vertragsverlängerung wurden die neuen Partner aus Irland und Polen in das Netzwerk integriert.

Seit 1. Januar 2011 ist ERA-NET Bioenergy ein von den Partnern selbst getragenes Netzwerk, das sich auf die Planung und Durchführung weiterer Gemeinsamer Bekanntmachungen konzentriert. Koordiniert wird diese Arbeit gemeinsam von NL Agency und der FNR.

Mehr Informationen zu dem Projekt bieten folgende Verweise:

Ansprechpartner bei der FNR: Karen Görner

4BIOMASS

Das Ziel des vom CENTRAL EUROPE Programm geförderten Projektes 4BIOMASS ist die Förderung der nachhaltigen Nutzung von Biomasse zur energetischen Verwendung. Dies wird in verschiedenen Arbeitsbereichen umgesetzt:

  • Erfahrungs- und „Best Practise“ Austausch zu Projekten und innovativen Technologien zwischen den Projektpartnern
  • Initiierung von Investitionen durch Workshops, Exkursionen und eine Datenbank mit Demonstrationsprojekten
  • Verfassen von Empfehlungen zur Schaffung von Rahmenbedingungen zur nachhaltigen Nutzung von Biomasse für entsprechende politische Akteure
  • Vorbereitung eines transnationalen Forums zur Diskussion dieser Empfehlungen und der Implementierung von (Nationalen) Biomasseaktionsplänen
  • Erstellung eines transnationalen BiomasseAktionsplans
  • Schaffung eines kompetenten transnationalen Netzwerkes zu vielfältigen Biomasse-Aspekten
  • Erarbeitung von Kriterien für die Nominierung von „Nationalen Kompetenzzentren“

Fachlich kompetente Projektpartner aus den zentraleuropäischen Mitgliedsstaaten ( D, A, CZ, I, HU, SK, P, SI) sind in 4Biomass vertreten. Nationale Ministerien wurden als Partner oder assoziierte Partner eingebunden. Die FNR ist Koordinator („lead partner“) des Projektes.

Weitere Informationen zum aktuellen Stand

Ansprechpartner bei der FNR: Claudia Lutsyuk

WoodWisdom-Net

Das ERA-NET WoodWisdom-Net ist ein europäisches Netzwerk von Forschungsförderorganisationen mit dem Ziel, die nationalen Förderprogramme zu koordinieren, eine dauerhafte transnationale Zusammenarbeit in der Forschungsförderung des Sektors Forst und Holz aufzubauen und damit einen Beitrag zu einer besseren Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit der europäischen Waldwirtschaft und der Holzindustrie zu leisten.

In der 2. Phase dieses ERA-Nets, die im März 2009 im 7. Forschungsrahmenprogramm der EU startete, haben sich Ministerien und Förderagenturen aus 12 Ländern (Finnland, Deutschland, Norwegen, Schweden, Frankreich, Irland, Slowenien, Ungarn, Lettland, Türkei, Spanien, Italien) sowie weitere assoziierte Organisationen zusammengeschlossen. Die FNR beteiligt sich als assoziierter Partner an Bekanntmachungen im Rahmen des Netzwerkes.

Am 11. November 2009 wurde die 2. Gemeinsame Bekanntmachung des WoodWisdom-Net veröffentlicht. Bis zum 23.02.2010 konnten Konsortien Förderanträge einreichen. Die erfolgreichen Vorhaben begannen Ende 2010/Anfang 2011.

Die 3. Bekanntmachung plante und veröffentlichte WoodWisdom-Net zusammen mit dem ERA-NET Bioenergy (s.o.) Ende 2010. Die erfolgreichen Projekte werden voraussichtlich zwischen Oktober 2011 und Januar 2012 beginnen.

Nähere Informationen zur Bekanntmachung sowie zum Projekt im Allgemeinen finden Sie auf der Seite www.woodwisdom.net.

Ansprechpartner bei der FNR: Sönke Lulies, Karen Görner

EnAlgae

In dem Projekt Energetic Algae, kurz EnAlgae, werden Experten aus Nord-West Europa das Potential von Algen als nachhaltige Energiequelle und Rohstoff vielversprechender Bioprodukte analysieren.

Ziel ist es, eine Evaluierung algenbasierter Prozessketten aus ökologischer, ökonomischer und sozialer Sicht vorzunehmen und die entsprechend effizientesten und vorteilhaftesten Produktions- und Nutzungswege aufzuzeigen.

Das bis Juni 2015 laufende und mit einem Budget von 14,4 Mio. Euro ausgestattete Projekt wird von der Universität Swansea in Wales geleitet. EnAlgae ist eine strategische Initiative im Rahmen des INTERREG IVB Nordwesteuropa Programms und wird aus Mitteln des European Regional Development Fund mit 7,2 Mio. Euro gefördert. Das Projekt vereint 19 Institutionen aus Großbritannien, Belgien, Deutschland, Irland, Frankreich und den Niederlanden in dem Ziel, die Entwicklung einer algenbasierten Biomasseproduktion und –nutzung voranzutreiben. Teil dieses im Rahmen von EnAlgae geschaffenen Kompetenznetzwerkes sind 9 Pilotanlagen, in denen verschiedene Produktionsverfahren auf der Basis von Makro- und Mikroalgen getestet und optimiert werden. Durch diese Zusammenarbeit werden aktuelle Daten zu optimierten Vorgehensweisen und Entwicklungsständen im Bereich der Algenproduktion in das Projekt einfließen.

Darüber hinaus werden die gesammelten und aufgearbeiteten Informationen auf einer EDV-basierten Plattform anwenderfreundlich zugänglich gemacht werden. Diese Plattform zielt darauf ab, nicht nur entsprechenden Akteuren als wertvolle Informationsquelle zu dienen, sondern auch Entscheidungen über zukünftige Investitionen bzw. Fördervorhaben zu erleichtern.

Weitere Informationen sind auf der Projekt-Webseite zu finden: www.enalgae.eu.

Ansprechpartner bei der FNR: Kristin Sternberg 

AGREE - Agriculture and Energy Efficiency

Die EU unterstützt die stärkere Berücksichtigung von Energieeffizienz in der europäischen landwirtschaftlichen Forschung

Die Steigerung der Energieeffizienz in der Landwirtschaft besitzt große ökonomische wie auch ökologische Potentiale. Dabei könnten insbesondere mit der Erfassung von ‚Best Practice’ Beispielen aus verschiedenen Klimazonen der Gemeinschaft und einer besseren Vernetzung der europäischen Akteure in der Forschung und Forschungsförderung nachhaltige Erfolge in diesem Bereich erzielt werden. Diese Bewertung teilt auch die Europäische Kommission und fördert seit Anfang Oktober durch das 7. EU Forschungsrahmenprogramm  das Vorhaben „Landwirtschaft und Energieeffizienz“, dessen administrative Leitung die FNR übernommen hat. Die inhaltliche Koordination des Konsortiums aus sieben wissenschaftlichen Einrichtungen aus Dänemark, Finnland, Polen, Griechenland, Portugal, Niederlande und Deutschland wird durch das Team des Instituts für landwirtschaftliche Forschung der Universität Wageningen (NL) angeführt.
Das zentrale Ziel des zweijährigen Vorhabens ist es, das Thema der Energieeffizienz auf der europäischen Agenda für landwirtschaftliche Forschung zu etablieren. Dazu werden die Projektpartner die zentralen Player der europäischen Politik informieren und aktivieren, existierende Akteure auf diesem Gebiet vernetzen und die verschiedenen Stakeholder der Branche integrieren.
Um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, wird ein Überblick über erfolgversprechende energiesparende Ansätze in der Landwirtschaft aus vier europäischen Klimazonen  erstellt, Empfehlungen erarbeitet, um das Thema im europäischen Raum zu bewerben und die transnationale Forschung in diesem Bereich anzustoßen.
Im November trafen sich die Partner auf der Auftaktveranstaltung im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) in Berlin. Dort legte das Projektteam die zentralen Weichenstellungen für die inhaltliche Arbeit fest. Ein Gremium namhafter europäischer Akteure und Multiplikatoren in diesem Bereich wurde ausgewählt, um das Konsortium zu beraten und dem Projekt eine breite Öffentlichkeit zu bieten.

Ansprechpartner bei der FNR:  Philipp von Bothmer,  Vincent  Pelikan

 

Abgeschlossene Projekte (Auswahl)

Bioenergy Promotion

Das Ziel des Projektes “Bioenergy Promotion” ist die Förderung und Steigerung der nachhaltigen Bioenergienutzung im Ostseeraum.

Das Projekt, an dem sich 34 Partner aus zehn Ländern beteiligen, fungiert als Plattform für sektor- und länderübergreifende Vernetzung und Informations- und Kenntnisaustausch, unterstützt von koordinierten Politikentwicklung und Einführung von Instrumenten zur Förderung von Bioenergie. Nachhaltigkeitskriterien für Bioenergieangebot, -verbrauch und -handel werden während der Projektlaufzeit entwickelt und zur Entwicklung und Implementierung der nationalen und regionalen Biomasseaktionspläne beitragen.

„Bioenergy Promotion“ will während seiner Laufzeit bis 2011 die Bildung von Netzwerken und öffentlich-privaten Partnerschaften (PPP) im Biomassesektor fördern und Entwicklungen unterstützen, die dem Ostseeraum das Erreichen des 20% Ziels für erneuerbare Energien in 2020 ermöglichen.

Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Internetsite: www.bioenergypromotion.net

Ansprechpartner bei der FNR: Aino Martikainen

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ERA-Net Industrielle Biotechnologie (ERA-IB)

Das ERA-Net IB ist eine gemeinsame Initiative von 20 Einrichtungen in 12 Ländern mit dem Ziel, ein Netzwerk aufzubauen, das als Grundlage für eine langdauernde Forschungskooperation in der Industriellen Biotechnologie auf europäischer Ebene dient. Das Arbeitsprogramm von ERA-IB beinhaltet z.B. die Entwicklung spezifischer Maßnahmen und Systeme für die Koordination und Integration nationaler programmatischer Forschungsaktivitäten, die Identifizierung wichtiger Themen für neue Forschungsprogramme und die Ausarbeitung (neuer) transnational verwalteter Programme (darunter auch gemeinsame Ausschreibungen für Projektanträge). ERA-IB arbeitet in enger Kooperation mit der Europäischen Technologieplattform für Nachhaltige Chemie (SusChem), EuropaBio und der Europäischen Kommission/Generaldirektion Forschung zusammen.

2008 bereitete ERA-IB unter Beteiligung der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) eine gemeinsame Ausschreibung für transnationale Forschungsprojekte im Bereich der Industrielle Biotechnologie vor (ERA-IB 1st Joint Call “Industrial biotechnology for Europe: an integrated approach”), die Anfang 2008 veröffentlicht wurde. Um die Bildung internationaler Konsortien zu erleichtern, organisierte die FNR Anfang März 2008 einen "Partnering Workshop" (siehe www.fnr.de/eranet-ib). Die erfolgreichen Projekte begannen Anfang 2009.

Eine zweite Bekanntmachung wurde Anfang 2010 veröffentlicht; die hier erfolgreichen Projekte haben mittlerweile ebenfalls begonnen.

Das im Rahmen des 6.FRP der Europäischen Kommission geförderte ERA-IB läuft 2011 aus. Die Partner wollen aber die Kooperation fortsetzen und haben im 7. FRP einen Antrag auf ein ERA-IB-2 eingereicht, der positiv bewertet wurde und sich momentan in Vertragsverhandlungen befindet.

Weitere Informationen zum Projekt: www.era-ib.net

Ansprechpartner bei der FNR: Karen Görner

EUBIONET III

Das IEE-geförderte Projekt EUBIONET III hat zum Ziel, die Nutzung von auf Biomasse basierenden Brennstoffen in der EU zu erhöhen, indem Wege zur Überwindung von Marktbarrieren beschrieben werden.

  • Nationale Biomasseprogramme und Biomassepotentiale werden speziell in den Bereichen verschiedener industrieller Nebenprodukte und agrarischer Biomasse untersucht.
  • Der internationale Biomassehandel wird unterstützt und neue CN Codes für biogene Brennstoffe werden vorgeschlagen.
  • Die Zertifizierung von und Nachhaltigkeitskriterien für biogene Brennstoffe werden in Kooperation mit den entsprechenden Akteuren entwickelt.
  • Die Implementierung von neuen europäischen Normen für biogene Festbrennstoffe wird unterstützt.
  • Durch verstärkte Bewusstseinsbildung im Bereich des Heizens und Kühlens mit Biomasse wird die Nutzung von Bioenergie gefördert.
  • Die geeignete Nutzung von biogenen Rohstoffen wird durch die Untersuchung der Rohstoffverfügbarkeit in und zwischen den Sektoren Bioenergie, Holzindustrie und Landwirtschaft bewertet.

NEU: Im Rahmen der 17. Europäischen Biomassekonferenz fand am 2. Juli 2009 in Hamburg ein gemeisames Arbeitstreffen von EUBIONET III und der IEA Bioenergy Task 40 zum Thema „Möglichkeiten und Barrieren für Biomassehandel und gesteigerte Nutzung“ statt. Protokoll und Präsentationen der Veranstaltung können hier eingesehen werden.

Weitere Informationen zum aktuellen Stand finden Sie auf der Internetseite des Projekts, www.eubionet.net.

Ansprechpartner bei der FNR: Aino Martikainen.

BECOTEPS

BECOTEPS brachte mit Unterstützung durch das 7. Forschungsrahmenprogramm der EU neun Technologieplattformen (TPs) aus dem Bereich der „wissensbasierten Bio-Wirtschaft“ (knowledge-based bio-economy, KBBE) zusammen. Ziel des Projektes mit einer Laufzeit von 24 Monaten war es, die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen TPs zu verbessern, die Umsetzung der jeweiligen Strategischen Forschungsagenden zu unterstützen und somit zu einer Stärkung der KBBE beizutragen. Die Technologieplattform Biokraftstoffe, vertreten durch die FNR, war an diesem Projekt als Partner beteiligt.

Ein zentrales Instrument von BECOTEPS war ein Paket von 3 Arbeitstreffen, die die an den TPs beteiligten Interessensgruppen (Industrie, Forschung, Politik, Förderagenturen, Verbände) zur Diskussion aufforderte, um Empfehlungen für künftige F&E-Schwerpunkte und politische Strategien zu erarbeiten. Diese Empfehlungen aus den Arbeitstreffen wurden im Anschluss in einem sogen. Weißbuch ("THE EUROPEAN BIOECONOMY IN 2030 - Delivering Sustainable Growth by addressing the Grand Societal Challenges") zusammengefasst und sollen als Grundlage für Verhandlungen mit Politik, Forschungsförderern und anderen Entscheidungsträgern in Europa dienen.

Nähere Informationen zu BECOTEPS finden Sie auf www.epsoweb.org/partnerships/becoteps sowie der Projektseite.

Star-COLIBRI

Das Projekt Star-COLIBRI ("Strategic Targets for 2020 – Collaboration Initiative on Biorefineries") war ein im 7. Forschungsrahmenprogramm der EU gefördertes Projekt, das sich mit der Koordination von F&E Aktivitäten zu Bioraffinerien in Europa beschäftigte. Das Projekt hatte eine Laufzeit von zwei Jahren und endete erfolgreich am 31. Oktober 2011.
Star-COLIBRI vereinte 12 Institutionen aus Belgien, Deutschland, England, Finnland, Frankreich und den Niederlanden - darunter fünf Europäische Technologieplattformen. Die FNR war durch die Technologieplattform Biokraftstoffe (EBTP) in Star-COLIBRI repräsentiert.
Das Ziel war es, durch das Aufdecken von Synergien und Überschneidungen vorhandener Projekte, die Transparenz zu erhöhen und die verstärkte Kooperation zwischen unterschiedlichen Projektträgern anzuregen.
Weiterhin wurde die Zusammenarbeit von Forschung und Industrie hinsichtlich neuer Bioraffinerieprojekte unterstützt und verbessert. Neue Impulse hinsichtlich der Weiterentwicklung des Bioraffineriekonzepte über die gesamte Wertschöpfungskette wurden zudem durch die „Joint European Biorefinery Vision for 2030“ und die „European Biorefinery Joint Strategic Research Roadmap for 2020“ gegeben, die durch das Star-COLIBRI Projektkonsortium unter Beteiligung externer Experten und den mitwirkenden Europäischen Technologieplattformen erstellt wurden.
Weitere Informationen und Resultate des Projekts finden Sie auf der Projekt-Webseite: www.star-colibri.eu.

EUBIONET II

EUBIONET II (ALTENER) befasste sich mit den Zielen des White Paper der EC (Erhöhung des Bioenergieanteils auf 12 % bis 2010) und Green Paper (Erhöhung des Bioelektrizität auf 21,1 % bis 2010). 

Betrachtet wurden der Stand des europäischen Brennstoffhandels mit Geschäftsmodellen und Bioenergielieferketten. EUBIONET II begann im Januar 2005 und endete im Dezember 2007. Die Projektkoordination lag bei VTT Finnland. Die Ergebnisse fließen nun in das neue Projekt EUBIONET III ein.

INFORRM-IENICA Interactive European Network for Industrial Crops and their Applications

Das IENICA Projekt zielte auf eine Verbesserung der Koordinierung nationaler und EU-geförderter Forschungsaktivitäten im Bereich des Anbaues und der industriellen Nutzung nachwachsender Rohstoffe. In dem Projekt wurden Länderberichte für die EU-Mitglieder und EU-Beitrittskandidaten verfasst sowie Seminare und Workshops veranstaltet. Gesamtkoordinator des Vorhabens und des IENICA-Teils war das Central Science Laboratory, York, Großbritannien.

Die Reports und mehr zu IENICA finden Sie unter www.ienica.net.

Die von der FNR eingereichten Reports sind als Download verfügbar.

Das Teilvorhaben INFORRM basierte auf einer Initiative des europäischen Zusammenschlusses von Fachagenturen, ERRMA. Für die EU und 5 Mitgliedstaaten wurde ein Handbuch der Hauptakteure im Bereich nachwachsende Rohstoffe verfasst. http://www.inforrm.com.

ERA Biomass

In diesem Projekt, dessen Laufzeit am 31.10.2003 endete, wurde über einen verstärkten Informationsaustausch zu den nationalen Rahmenbedingungen, Forschungsprogrammen, Forschungsaktivitäten und Forschungsakteuren im Bereich Biomasse / Bioenergie ein Beitrag für den Europäischen Forschungsraum Bioenergie geleistet.

Mehr zu ERA Biomass finden Sie hier.

ET Bioenergy: New Bioenergy Business During Emission Trading

ET Bioenergy (INTERREG III) startete im März 2005 mit dem Ziel, die Auswirkungen des Emissionshandels und der nationalen Gesetzgebungen auf den Brennstoffhandel zu untersuchen. Betrachtet wurden hierbei der Handel mit roher oder aufbereiteter Biomasse, Elektrizität, Emissionszertifikaten und die Implementierung von JI - Projekten (Joint Implementation).

Die Projektlaufzeit von ET Bioenergy endete im Dezember 2006. Projektkoordinator war VTT Finnland. Informationen und Projektberichte sind unter Eubionet.net, Menüpunkt ET Bioenergy, zu finden

Verweise

  • CORDIS (Community Research and Development Information Service) der Europäischen Kommission beinhaltet umfangreiche Informationen zur europäischen Forschungsförderung
  • Für Konsortien, die sich an EU-Forschungsprogrammen beteiligen möchten, haben eine Reihe europäischer Interessensgruppen (z.B. der Koordinierungsstelle  EG der Wissenschaftsorganisationen, der Europäischen Industrie- und Handelskammer, UNITE, Gemeinschaft deutscher Forschungszentren) den vereinfachten Modellvertrag Desca ausgearbeitet.
  • Biomatnet ist eine Datenbank mit Ergebnissen von EC-geförderten Forschungs- und Entwicklungsprojekten.
  • Ein weiteres Förderprogramm der EU ist das IEE, Intelligente Energie Europa.

 

Bioenergie-Partnerschaften Ländertour 2012
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