Pflanzliche Proteine

Proteine (Eiweiße) sind wichtige Bestandteile der Zellen aller Organismen. Sie dienen u.a. als Energiereserve und zur Bildung von Enzymen. Proteine sind aus Aminosäuren aufgebaut, wobei in den meisten Proteinen etwa 20 verschiedene Aminosäuren an der Zusammensetzung beteiligt sind.

Viele Pflanzensamen können erhebliche Mengen an Proteinen enthalten. Insbesondere Leguminosen (Hülsenfrüchte wie zum Beispiel Erbsen, Ackerbohnen, Lupinen oder Klee) bilden in ihren Samen große Mengen an Eiweiß. Pflanzliche Proteine fallen gegenwärtig vor allem als Nebenprodukt bei der Herstellung von Stärke (Weizenprotein, Gluten) oder Ölen und Fetten (Raps- und Sonnenblumenprotein) an. Auch die Nutzung der Sojabohne, einer der weltwirtschaftlich wichtigsten Kulturpflanzenarten und Proteinlieferanten, findet vor allem unter dem Aspekt der Erzeugung von Sojaöl statt, wobei proteinreiche Sojaextraktionsschrote zunächst nur Nebenprodukt sind.

Pflanzliche Proteine werden durch Auswaschung oder Isolation (Extraktion) aus den zermahlenen Samen geeigneter Arten gewonnen. Sie stehen gegenwärtig noch am Beginn ihrer Verwendung im Nichtnahrungsbereich. Ein Einsatz als biologisch abbaubarer Werkstoff, Bindemittel für Papierstreichfarben, Klebstoff, Beschichtung, Tensid, Hilfs- und Zusatzstoff ist prinzipiell möglich. In der chemischen Industrie kommen zur Zeit vor allem tierische Proteine wie Kasein und Gelatine zum Einsatz, die als Nebenprodukt anderer Verarbeitungsprozesse anfallen.

 

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