Fasern

In der Rinde der Stängel einiger Pflanzenarten werden zur Erhöhung der Standfestigkeit Bastfasern aus Cellulose gebildet. Dabei können viele einzelne Fasern im Stängelgewebe als Bündel zusammen vorliegen. Fasern sind aber auch Bestandteil anderer Pflanzenteile (z.B. Blüten der Baumwolle).

Die Gewinnung der Fasern aus den Pflanzenstängeln ist ein komplizierter technologischer Prozess. Zur Zeit wird am häufigsten das maschinelle Raufen (Mähen) der Pflanzen angewendet, gefolgt von der Röste (Aufschluss der Fasern) durch Ablage auf dem Feld und mehrmaliges Wenden, Entsamen, Pressen in Ballen und dem Transport zur Schwinge. Das Schwingen der geernteten Pflanzen führt zur mechanischen Abtrennung der Fasern aus dem restlichen pflanzlichen Gewebe. Nebenprodukt dieses Prozesses sind die so genannten Schäben.

Der Einsatz der Fasern richtet sich stark nach ihren technischen Eigenschaften. So bieten sich Pflanzenfasern als unbedenklicher Ersatz für Glas-, Asbest- oder Kunststofffasern an. Baustoffe, Formpressteile wie Autoinnenverkleidungen, Beläge, Spezialpapier (Banknoten), Vliese, Textilien, Dämmstoffe und Filtermaterial sind Erzeugnisse, die mit Hilfe von Pflanzenfasern hergestellt werden.

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