Weichweizen

Triticum aestivum L.; Familie der Gräser Poaceae/Gramineae

 

Merkmale

Weichweizen ist eine Getreideart mit grannenloser Ähre. Nach der Saat entwickeln sich in der sogenannten Bestockungsphase Keimtrieb und Nebentriebe, die sich in der anschließenden Schossphase strecken. Am Halm befinden sich die für Gräser charakteristischen Knoten (Nodien), an denen zweizeilig die spitzen länglichen Blätter ansetzen. Wenige Tage nach dem Sichtbarwerden der Ähren, dem Ährenschieben, beginnt die Blüte. Nach der Selbstbestäubung reifen 50 bis 80 Körner pro Ähre.

 

Kulturgeschichtlicher Hintergrund

Weichweizen stammt aus Zentralasien, was archäologische Funde aus der Zeit 10000 bis 8000 v. Chr. beweisen. Weizen wurde im Laufe der Jahrhunderte in viele Länder mit unterschiedlichen Umweltbedingungen verbreitet, er ist heute nach Anbaufläche und Erzeugungsmenge weltweit die wichtigste Kulturpflanze. Aus den Wildformen entwickelten sich moderne Formen mit bruchfesten Ähren und aufrechtem Stängel, die eine technische Ernte ermöglichen. Anfang des 20. Jahrhunderts war der erste mobile Mähdrescher im Einsatz.

 

Anbau

Heute wird in Deutschland auf 54% der Ackerfläche Getreide angebaut, wobei Winterweizen den größten Anteil einnimmt. Daneben gibt es auch den Sommerweizen, der im zeitigen Frühjahr gesät wird. Der Winterweizen bevorzugt nährstoffreiche Böden mit guter Wasserspeicherfähigkeit. Von Oktober bis November sät man ihn mit Drillmaschinen in Reihen im Abstand von 12,5 cm aus. Die Ablagetiefe beträgt 2-4 cm. Im Idealfall wachsen 300-400 Pflanzen pro m², die Erträge von 70-90 dt/ha liefern können. Geerntet wird Mitte Juli mit Mähdreschern.

 

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